Ziele des EPRD

Welche Ziele hat das EPRD?

Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) will eine verlässliche Datengrundlage schaffen, um langfristig die Qualität der künstlichen Hüft- und Kniegelenke beurteilen zu können, das Ergebnis der medizinischen Behandlung zu sichern und die Zahl der unnötigen Wechseloperationen zu verringern. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere, mehr über die Standzeit künstlicher Gelenke zu erfahren, also die Zeit, in der Implantate bis zu einer Wechseloperation im Körper funktionstüchtig sind.

Das Register ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ärzten, Kliniken, Krankenkassen und Industrie. Es verknüpft Routinedaten systematisch mit neuen Informationen über den Einbau künstlicher Hüft- und Kniegelenke und wertet diese Informationen mit Blick auf die Qualität der Implantate und der medizinischen Behandlung aus.

Wer profitiert vom EPRD?

  • Die Öffentlichkeit wird über die Qualität der Versorgung informiert.
  • Für die Kostenträger entsteht Transparenz der Behandlungsqualität.
  • Die Leistungserbringer erhalten einen Vergleichswert zur Einordnung der eigenen Qualität.
  • Die wissenschaftlichen Fachgesellschaften erhalten eine Informationsbasis, um die Leistungsfähigkeit neuer Techniken und neuer Operationsverfahren, neuer Implantate und neuer Anwendungsgebiete bewerten zu können.
  • Die politischen Entscheidungsträger und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) können auf eine flächendeckende Erfassung der Langzeitqualität der Prothesen zurückgreifen.
  • Die Hersteller erhalten frühzeitig Rückmeldungen über potentielle Probleme, Innovationsrisiken und Ergebnisdefizite.