Glossar
In unserem umfangreichen Glossar erläutern wir Fachbegriffe von A-Z aus dem Spektrum des künstlichen Gelenkersatzes an Hüfte oder Knie. Das virtuelle Nachschlagewerk wird regelmäßig aktualisiert.
- Femorale Komponente (Hüfte)
Anteil einer Hüftendoprothese, welcher in den Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Der Femurschaft ist entweder bereits untrennbar mit dem Femurkopf verbunden (Monoblock), oder es kann ein modularer Kopf aufgesetzt werden. Die Femurschaftkomponente selbst kann modular aufgebaut sein.
- Femorale Komponente (Knie)
Anteil einer Knieendoprothese, welcher auf oder in den Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Üblicherweise bildet die femorale Komponente den gelenkbildenden Anteil des Kniegelenks und kann entweder nur eine Oberschenkelrolle oder beide Oberschenkelrollen oder aber beide Oberschenkelrollen und die Gleitfläche der Kniescheibe bilden.
- Femoro-patellare Knieprothese
Künstlicher Ersatz des Kniescheibengleitlagers und der Kniescheibenrückfläche. Im EPRD werden auch Versorgungen darunter zusammengefasst, die ohne Ersatz der Kniescheibenrückfläche erfolgt sind oder die mit einer unikondylären Versorgung kombiniert wurden.
- Femur
Oberschenkelknochen
- Femurfraktur
Bruch des Oberschenkelknochens. Je nach der Lage des Bruchspalts lassen sich proximale (Hüftkopf, Schenkelhals und Pertrochantärregion), distale und Femurschaftfrakturen unterscheiden.
- Femurschaft
Eigentlich anatomischer Begriff, der den länglichen und geraden Abschnitt in der Mitte des Oberschenkelknochens bezeichnet. In der Endoprothetik wird dieser Begriff allerdings häufig
für die femorale Komponente verwendet (s.o.).- Feste Plattform
Monoblock-Design der Tibiakomponente oder modulare Verbindung zwischen der Tibiakomponente und dem Inlay ohne eine mögliche Relativbewegung zwischen diesen Komponenten. Achsgeführte Systeme mit rotierendem Scharniergelenk („Rotating Hinge“) werden ebenfalls als feste Plattform gewertet. Vergleiche mobile Plattform
- Folgeeingriff
Erneute Operationen an einem bereits endoprothetisch versorgten Gelenk mit Ergänzung, Tausch oder Ausbau von Implantat-Komponenten. Voraussetzung ist also, dass zu einem vorherigen Zeitpunkt eine Prothesenkomponente an dieser Lokalisation implantiert wurde, die nun durch eine erneute Operation entfernt (beispielsweise Ausbauoperation bei einem „zweizeitigen“ Wechsel), direkt ausgetauscht wird („einzeitiger“ Wechsel) oder hinzugefügt wird (beispielsweise sekundärer Retropatellarersatz). Zu den Folgeeingriffen gehört auch die Implantation von Prothesenkomponenten, wenn diese Komponenten zu einem früheren Zeitpunkt bereits entfernt wurden (Wiedereinbau bei einem „zweizeitigen“ Wechsel).
